Arbeitskreis Betriebswirtschaft und Marktforschung

Federführender: Dr. Jürgen Oberhofer, DLR Rheinpfalz


Die Weinwirtschaft in Deutschland muss sich seit Beginn des neuen Jahrtausends auf einen noch schnelleren Wandel in den Wettbewerbsverhältnissen einstellen. Das Vordringen der Neuen Welt Weine und der schnelle Wandel in den von Verbrauchern präferierten Einkaufsstätten führen zu weiteren Anpassungen der heimischen Weinproduzenten. Im Gegensatz zu anderen Weinerzeugungsländern wie z.B. Österreich oder der Schweiz fehlt für den deutschen Wein im heimischen Markt eine nationale Präferenz auf der Grundlage eines gewissen Konsumentenpatriotismus. Deswegen unterliegt dieser einem hohen Wettbewerb durch eine breite internationale Konkurrenz. 

Quelle: DLR Rheinpfalz

 

 

In diesem Wettbewerb kann der deutsche Wein nur durch einen tief greifenden Wandel in der Erzeugung marktgängiger Weine und den notwendigen Veränderungen der Produktions- und Vermarktungsstrukturen bestehen.

Für die erforderliche Um- und Neuorientierung in Einzelbetrieben und Erzeugerzusammenschlüssen, wie z.B. Winzergenossenschaften, wie auch in der weinwirtschaftsbezogenen Politik (Verbände und staatliche Institutionen), sind differenzierte und realitätsnahe Erkenntnisse auf der Basis einer soliden empirischen Analyse erforderlich, um die notwendigen Entscheidungen mit einer niedrigen Fehlerquote treffen zu können.

Quelle: DWI

 

 

Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand ist der weitere Forschungsbedarf vor allem in folgenden Arbeitsfeldern hervorzuheben:


● Analysen des Strukturwandels in der Weinwirtschaft


● Konzentration auf Richtung und Ausmaß des Strukturwandels sowie die ihn treibenden Faktoren


● Analysen zum Verbraucherverhalten und zu Verbrauchereinstellungen, hier insbesondere bezüglich der sich schnell verändernden Einkaufsstättenwahl, der Präferenzen nach Geschmack, Begriffen, Design und anderen Kategoriebegriffen sowie des Einflusses verschiedener oenologischer Verfahren auf die Verbraucherentscheidung


● Ökonomischen Analyse von Technologien, um ökonomische Orientierungswerte für die Technologieentwicklung wie auch ihre ganzheitliche Bewertung zu erhalten.

Der schnelle Wandel auch in der Weinwirtschaft bietet den dynamischen Unternehmen große Chancen im internationalen Wettbewerb weiterhin erfolgreich bestehen zu können. Dafür ist eine realistische Einschätzung der zu erwartenden Entwicklungslinien unbedingt erforderlich.