Arbeitskreis Rebenphysiologie und Rebenvereldung

Federführender: Prof. Dr. Hans-Reiner Schultz, Geisenheim

Schwerpunkte des Arbeitskreises „Physiologie der Rebe und Rebenveredlung“ sind die Klärung der zentralen physiologi- schen Vorgänge der Rebe sowie die Bearbeitung von aktuellen Fragestellungen der Rebenveredlung.

Im Rahmen des bisherigen Forschungsprogramms (1996 - 2005) wurden die nachfolgenden Schwerpunktthemen hin- sichtlich einer wissenschaftlichen Bearbeitung definiert:

● Untersuchungen zum Stoffwechsel der Rebe

● Auswirkungen von Umwelt-Schadstoffen auf die Rebe

● Weinbauliche Standorterforschung und Ökophysiologie

Quelle: Hochschule Geisenheim

 

 

Die Entwicklung der Forschungsarbeiten wird sich in Zukunft stärker auf die Bestimmung des Einflusses von veränderten klimatischen Bedingungen und des zunehmenden Umweltstresses und deren physiologischen Auswirkungen auf die Inhaltsstoffbildung ausrichten. Auch wenn es jahrzehntelange Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Physiologie der Beerenreife gegeben hat, zeigen neue Erkenntnisse und die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Methoden, dass dieser Bereich eigentlich erst am Anfang steht. Zudem werden Themen innerhalb des Bereichs „Präzisionsweinbau“ eine stärkere Rolle spielen müssen, auch wenn eine direkte thematische Zuordnung zur Physiologie zunächst schwierig erscheint. Der Themenbereich Rebenveredlung wird auch in Zukunft schwerpunktorientiert durch die Reblausforschung abgedeckt werden.

Zukünftige Forschungsschwerpunkte befassen sich mit der Sicherung der Weinqualität und der Entwicklung von Qualitäts- sicherungssystemen ebenso, wie mit der Bedeutung von Stressfaktoren für die Bildung von Inhaltsstoffen und deren Einfluss auf die Weinqualität. Im Mittelpunkt der Forschungs- aktivitäten stehen unter anderem Untersuchungen im Hinblick auf eine ausgewogene Versorgung der Trauben mit hefever- wertbaren Nährstoffen als Basis für eine optimale Vergärung. Dabei ist der effiziente Einsatz von Nährstoffen zur Reduzierung der Auswirkungen spezifischer Umweltbelastungen ebenso zu berücksichtigen wie eine verbesserte Humuswirtschaft mit dem Ziel der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Fragen der Standortforschung, des „Terroir“, werden unter den veränderten klimatischen Bedingungen, aber auch unter Berücksichtigung der aktuellen Anforderungen an die Weinqualität und Vermarktung an Bedeutung gewinnen.

Quelle: Hochschule Geisenheim

 

 

Die zukünftigen Themengebiete können wie folgt zusammenge- fasst werden:

● Bedeutung von Stressfaktoren (Umweltstress) für die Bildung von Inhaltsstoffen (Weinqualität) und die Einlagerung von Nährstoffen in die Trauben

● Methoden zur Erfassung einzelner Parameter des Nährstoff- haushaltes und Beschreibung der Nährstoffversorgung

● Optimierung der Nährstoffzufuhr

● Humuswirtschaft und Nachhaltigkeit der Produktion

● Standortforschung – Untersuchungen zum Terroir

Bereich eigentlich erst am Anfang steht. Zudem werden Themen innerhalb des Bereichs „Präzisionsweinbau“ eine stär- kere Rolle spielen müssen, auch wenn eine direkte thematische Zuordnung zur Physiologie zunächst schwierig erscheint. Der Themenbereich Rebenveredlung wird auch in Zukunft schwer- punktorientiert durch die Reblausforschung abgedeckt werden.

Hieraus ergeben sich vier Themenfelder:

● Untersuchungen zur Auswirkung von Umweltstress auf die Rebenphysiologie

● Physiologie der Beerenreife und deren Beeinflussung

● Präzisionsweinbau – Standortforschung und Sensortechnologie

● Reblausforschung